Lebendige Schachfiguren, Eierlauf, Watussi, Schlawiner und TVeNten beim Schnuppertag
Vereinsfamilie des TVN präsentierte sich mit gesamtem Sport- und
Freizeitangebot im Schlossgarten
Freizeitangebot im Schlossgarten
Text und Bilder: Karin Ferenbach
Am Samstag, dem 11. Juli, veranstaltete der Turnverein Neuenbürg erstmals einen „Schnuppertag“,
bei dem ausgiebig Gelegenheit bestand, einmal einen Überblick über das gesamte Angebot an Sport- und
Freizeitmöglichkeiten in den verschiedenen Abteilungen und Gruppen zu bekommen.
Anlass zu dieser Präsentation mit vielen Spiel- und Fitnessstationen im gesamten Neuenbürger
Schlossgarten war einmal mehr das 150-jährige Bestehen des Vereins, das mit mehreren
Veranstaltungen, die über das ganze Jubiläumsjahr verteilt sind, gefeiert wird. „Man kennt zwar
den Turnverein, aber nicht wer alles dahinter steckt“, erklärte Andreas Preissler, Leiter der
Modellfliegergruppe. An deren Stand konnte am Flugsimulator geübt werden, was später mit
einem richtigen ferngesteuerten Helikopter funktionieren sollte, nämlich ein eleganter Flug und
eine bruchfreie Landung.
Bei angenehmen Temperaturen wurden die Besucher in den mit viel Liebe geplanten
Schnupperstunden aufgefordert, einmal die Geräte und Bewegungsabläufe in den verschiedenen
Individual- und Mannschaftssportarten kennen zu lernen. Ob Eltern-Kind-Turnen, Badminton,
Tischtennis oder Leichtathletik, Frauenturnen, Seniorengymnatik, Nordic Walking oder
Jedermänner: überall standen Übungsleiter und Vereinsmitglieder bereit, um Anleitungen zu geben
oder alles einmal ganz unbeschwert vorzuführen. Auch die Vereinsmitglieder selbst nutzen die
Möglichkeit, sich einmal abteilungsübergreifend auszutauschen. „Wir hatten lange keine
Veranstaltung, an der alle Abteilungen beteiligt waren“, so Preissler.
Beim zusätzlichen Fitness-Test, der ebenfalls über alle Stationen führte, konnten die Besucher
ihre sportliche Leistungsfähigkeit und Geschicklichkeit unter Beweis stellen und am Ende
kleine Preise wie Sporttaschen oder T-Shirts gewinnen. Mindestens neun von vierzehn,
fantasievoll bezeichneten Übungen mussten absolviert werden. Bei „Hau weg die Schlawiner“ vom
Sportabzeichen-Treff galt es zum Beispiel, Keulen mit einem Schleuderball umzuwerfen. Bei
„Watussi“ von der Leichathletik-Abteilung mussten die Test-Teilnehmer breitbeinig über niedrige
und hohe Stangen springen. Und bei „Die fantastischen 4 für den Rücken“ standen Übungen zur
Bauchmuskulatur und zur Stärkung der Wirbelsäule auf dem Programm. „Ich achte vor allem auf die
Haltung“, sagte Silvia Kraus vom Seniorenturnen. Sie wolle die Leute zum Sport motivieren. Auch
„Schnürlesfußball“ zwischen den „Jedermännern“ und der Mannschaft vom ASV Arnbach war
geboten. Die Jüngsten konnten sich beim „Turn-Parcours“ auf dem Trampolin austoben oder ihr
Geschick beim Schach-Wandspiel „Hol die Dame“ testen. Und beim Eierlauf der Tischtennisabteilung
musste man einen Zelluloid-Ball auf dem Schläger durch einen Slalomparcours balancieren.
Für eine Stärkung nach getaner Arbeit hatte der Turnverein gesorgt. Glanzpunkt des
fünfstündigen Nachmittagprogramms war eine Aufführung mit lebendigen Schachfiguren auf
einem riesigen Schachbrett. 32 Kinder von der Grundschule Engelsbrand und von der Schlossberg-
schule Neuenbürg trugen rotschwarze und blauweiße Kostüme und zeigten als Dame, Turm und
Springer die klassische Schachpartie „Die Unsterbliche“ bis zum bitteren Schachmatt. Jörg Hanisch,
Lehrer am Gymnasium Neuenbürg, und Rudi Henne von der Schach-Abteilung hatten das Spiel mit
den Kindern einstudiert. Christoph Tiemann kommentierte das 30-minütige Geschehen, das viele
Zuschauern gespannt verfolgten.
Gitarrist Christian Kölbl brachte Stimmung in Schaude-Keller
Konzert im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten des Turnvereins Neuenbürg
Text und Bild Karin Ferenbach
Beide dürften sich wohl gefühlt haben beim Konzert am Samstag, 11. Juli: Der Wiener Gitarrist Christian Kölbl in der urigen, familiären Atmosphäre des Schaude-Kellers im Herzen von Neuenbürg und das Publikum, das eintauchen konnte in eine Welt voll altbekannter Songs, in die der Musiker mit Instrument und Stimme entführte. Der Turnverein Neuenbürg hatte im Rahmen seines 150-jährigen Bestehens zu diesem außergewöhnlichen Konzert eingeladen, bei dem die Besucher voll auf ihre Kosten kamen, nicht nur was die Dauer des dreistündigen Konzertes anbelangte, sondern auch was die Qualität des Programms betraf. Einerseits wirkte es gut durchstrukturiert, andererseits aber auch sehr spontan, wenn Kölbl zwischen den Stücken aus Blues, Ragtime, Folk und Country aus dem Nähkästchen plauderte und eigene Erlebnisse mit seiner Lieblingsmusik, zum Beispiel von einem Konzert mit „Simon and Garfunkel“ in Rom, schilderte. So animierte er die Zuhörer immer wieder zum Schmunzeln und herzerfrischenden Lachen.






